Wissen über intuitives manuelles Behandeln

Schmerzen beim Atmen

Frau im Pullover verzieht schmerzhaft das Gesicht beim Atmen und legt die linke Hand auf das Brustbein.

Achtung, eines vorweg: Unklare Schmerzen beim Atmen, die zum ersten Mal auftreten, sollten durch einen Arzt überprüft werden! Gibt dieser grünes Licht, dass sich keine ernsthafte Erkrankung dahinter verbirgt, können wir als Osteopathen dabei helfen, die Schmerzen wieder loszuwerden.

Auch eine blockierte Rippe oder Wirbel stört die normale Beweglichkeit, die unsere gesunde Atembewegung braucht. Eine gesunde Atembewegung zeichnet sich dadurch aus, dass der Brustkorb sich optimal ausdehnen und wieder zusammenziehen kann.

Schmerzsyndrome beim Luftholen können verschiedene Ursachen haben:

  • Traumatisch: ein konkretes Ereignis (Sturz, Stoß) durch ungünstige Bewegung (-> Zwerchfelltrauma)
  • Längerfristige Entwicklung: kompensatorische Anpassung im Zentralgeflecht. Das bedeutet, dass die Atemachse schief ist, was zu einer Verspannung an der Körperoberfläche führt – die oberflächlichen Faszien sind gestört und verhindern die tiefe Atembewegung. Auch Verspannungen der Zwischenrippenmuskeln oder des Schultergürtels kann über einen längeren Zeitraum zu Verspannungen im Zentralgeflecht und Schmerz beim atmen führen.
  • Entzündlich: bei einer Rippenfellentzündung (Pleuritis) kann es auch zu Schmerzen kommen. Infektiöse und nichtinfektiöse Ursachen können vorliegen.

Sonderformen können etwa Seitenstechen sein, das nicht durch ein Trauma, oder Entzündung ausgelöst wird, sondern durch Über-/Fehlbelastung kurzfristig auftritt.

Schmerzen beim Atmen, insbesondere wenn sie zum ersten Mal auftreten, sollten ernst genommen werden. Es ist wichtig, eine schulmedizinische Differentialdiagnostik durchzuführen, um ernsthafte Ursachen abzuklären. Denn hinter unangenehmen Schmerzen beim Einatmen können sich auch Erkrankungen verbergen, die, schulmedizinisch unbehandelt, zu Atemnot führen können. Dies kann einen ernsthaften Notfall darstellen. Osteopathisch können die Atembeschwerden behandelt werden, wenn schulmedizinisch kein Grund zur Sorge besteht.

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