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Verspannung

Verspannung eines Stahlseils mit Schelle vor blauen Hintergrund.

Definition

Sammelbegriff für eine unausgewogene Gewebsspannung.

(Muskel-)Verhärtung, Muskelsteifheit, Myogelosen (spezifische Verhärtungen in der Muskulatur)

Beschreibung

Eine Verspannung tritt meist lokal begrenzt innerhalb bestimmter Muskelgruppen oder Körperregionen auf. Sie dient der Anpassung (Stabilisierung) auf ein anderes Problem wie z.B. eine Verkürzung oder eine Blockade an anderer Stelle. Eine Verspannung kann auch selbst als Reaktion auf eine Überlastung der gleichen Region auftreten. In jedem Fall behindert eine Verspannungen die größtmögliche Bewegungsfreiheit der betroffenen Körperzone.

Warum Verspannungen schmerzen können

Begleitende Schmerzen können mit Verspannungen einhergehen. Dies liegt daran, dass verspanntes Gewebe weniger gut durchblutet wird. Ein anschauliches Beispiel ist eine flexibler Schlauch, der stellvertretend für die Blutgefäße steht. Bei normaler Spannung kann Flüssigkeit ungehindert hindurchfließen. Nimmt nun der Zug an beiden Schlauchenden zu, so wird der Schlauch etwas länger und dünner – der Durchfluss reduziert sich. So ähnlich verhält es sich auch bei Verspannungen in Muskulatur und Fasziengewebe. Wegen der Minderversorgung des Gewebes mit frischem Blut leidet der Sauerstoffaustausch im betroffenen Gebiet und führt zu „Verspannungsschmerzen“.