Wissen über intuitives manuelles Behandeln

Gleichmäßige Atmung

Frau und Mann im schräg versetzen Seitenprofil, sitzen im Lotussitz bei Sonnenaufgang vor einer Gebirgskulisse und praktizieren Atemtechniken, wie die gleichmäßige Atmung. Dabei sitzen sie aufrecht und tragen sportliche Kleidung.

Die Gleichmäßige Atmung, im Yoga auch Samavritti bezeichnet, ist eine Atemtechnik die das Ein- und Ausatmen bewusst gleich lang hält. Dies fördert Balance und Ruhe und dient als Basis für weitere Atemübungen.

Samavritti Pranayama gehört zu den beruhigenden Atemtechniken, die auf ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist abzielen und sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet sind.

Bei dieser Atemübung wird darauf geachtet, dass die Dauer von Ein- und Ausatmung identisch ist, was oft durch inneres Zählen unterstützt wird. Diese Methode fördert die Achtsamkeit und die Sensibilisierung für den eigenen Atemrhythmus.

Ähnliche Atemtechniken sind die Boxatmung, die zusätzlich bewusst abgezählte Atempausen zwischen dem Ein- und Ausatmen vollführt, die kohärente Atmung, wie auch die Wasseratmung.

Die Gleichmäßige Atmung ist eine Basisatemübung. Sie hat keine speziellen Wirkweisen, ist aber nicht zu unterschätzen in ihrer Einfachheit und der Tatsache, dass sie der normalen physiologischen (natürlichen) Atmung sehr nahe steht. Simple formuliert, ist die Gleichmäßige Atmung wie ein Bioprodukt im Supermarkt. Sie besticht durch ihre Einfachheit und Natürlichkeit.

Die Stärke dieser Übung liegt genau in der Einfachheit Atemtechnik. Sie hilft Dir dabei dich selbst und deine Atmung zu spüren, ohne auf überflüssige Dinge achten zu müssen, wie zum Beispiel ein besonderer Rhythmus. Aus osteopathischer Sicht kann Samavritti durch das Gleichgewicht in der Atmung zu einer allgemeinen Entspannung der Muskulatur beitragen.

Beginne in einer bequemen Sitzposition und beobachte zunächst deinen natürlichen Atemrhythmus. Starte dann, bewusst gleich lange zu atmen, beispielsweise indem du bis vier zählst, sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen. Integriere die natürlichen Atempausen nach dem Ein- und Ausatmen in die Übung. Finde dabei die für dich optimale Ein- bzw. Ausatemlänge.1

Wichtig ist, die Praxis ohne Anstrengung und im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen durchzuführen. Sollte Unbehagen auftreten, ist es ratsam, die Übung zu beenden. Samavritti kann als entspannende Praxis vor dem Schlafengehen oder als Vorbereitung auf die Meditation genutzt werden.

Anmerkung:

  1. Ob deine Ein- oder Ausatmung 4 Sekunden oder vielleicht auch länger dauert, hängt von Verschiedenen Faktoren ab. Zum Einen von deinem Lungenvolumen zum anderen vom Durchlass deiner Nase. Große Nasenmuscheln und freie Stirnhöhlen können deinen Atem ein kleinwenig schneller ablaufen lassen von der Füllung bis zur Leerung. Umgekehrt können kleine Nasenmuscheln und verengte Nasengänge dazu führen, dass es etwas länger dauert.

    Experimentiere dabei, was sich für dich ideal anfühlt und auf deinen Körper abgestimmt ist. Wenn Du den passenden Atemrhythmus gefunden hast, brauchst Du auch nicht mehr zählen, sondern besser den Rhythmus fühlen. ↩︎

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