Wissen über intuitives manuelles Behandeln

Bhastrika (Blasebalgatmung)

Frau sitzt im Lotussitz auf hellem Sand und führt die Blasebalgatmung (Bhastrika) durch. Die Perspektive ist von schräg vorne unten aufgenommen. Im Hintergrund blauer Himmel.

Bhastrika, auch bekannt als Blasebalgatmung, ist eine energievolle Atemtechnik im Yoga, die für ihre belebende Wirkung geschätzt wird. Sie wird für erfahrene Praktizierende empfohlen, die bereits mit Atemtechniken vertraut sind.

Diese dynamische und verstärkende Atemtechnik aktiviert effektiv den Energiefluss im Körper und steigert die Vitalität.

Bei der Bhastrika sind Ein- und Ausatmung gleichermaßen kräftig und intensiv, wobei das Geräusch dieser Atmung einem Blasebalg ähnelt, was der Atemübung ihren Namen verleiht.

Osteopathisch betrachtet kann Bhastrika ungenutzte Lungenkapazitäten aktivieren, da die Technik sowohl auf kraftvolle tiefe Ein- als auch Ausatmungen fokussiert.

Das besondere an dieser Übung im verlgeich zu vielen anderen ist die Tatsache, dass das Ausatmen aktiv mitbetont wird und somit (auch) die Ausatemmuskulatur mit kräftigt.

Die intensive Blasebalgatmung reinigt die Lungen, stimuliert das vegetative Nervensystem, fördert die Durchblutung in der Rumpfmuskulatur und den Extremitäten, regt die inneren Organe an und mobilisiert Energie.

Eine Studie über die Effekte von vier Wochen Bhastrika-Training zeigte, dass solche Atemübungen potenziell angstlösend wirken und die für Emotionsverarbeitung und -regulation zuständige Gehirnaktivität beeinflussen können.1

Beginne in einer aufrechten Sitzhaltung und halte die Schultern entspannt, ohne sie hochzuziehen. Sorge für eine gerade Wirbelsäule. Lege zur Unterstützung deine Hände auf Bauch und Brust, um das Weiten von Bauch und Brustkorb beim Einatmen zu spüren. Beim Ausatmen sollten Brustkorb sanft fallen, wobei der Bauch sich nach innen zieht.

  • Achte darauf, dass Ein- und Ausatmung gleich lang sind.
  • Halte den Rest des Körpers ruhig.
  • Starte mit einer Serie von etwa zehn Atemzügen.
  • Halte nach dem letzten Ausatmen kurz die Luft an, bevor du wieder normal atmest und in deinen Körper nachspürst.
  • Ggf. machst Du eine zweite Serie.

Starte Bhastrika in moderatem Tempo und erhöhe die Intensität schrittweise. Bewegt sich dein Körper stark mit, atmest du eventuell zu kräftig. Bei Problemen mit Bhastrika probiere erst die sanftere Wechselatmung, um dich an die Intensität dieser Übung zu gewöhnen.

Studie

  1. (2020) Effects of Yoga Respiratory Practice (Bhastrika pranayama) on Anxiety, Affect, and Brain Functional Connectivity and Activity (RCT) ↩︎

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